Freilassung von IS-Kämpfern, eine schwere Hypothek für Syrien

Freilassung von IS-Kämpfern, eine schwere Hypothek für Syrien

Durch die Offensive von Regierugstruppen und lokalen Stämmen gegen das kurdisch dominierte Nordostsyrien (Rojava) sind auch zahlreiche Kämpfer der islamistischen Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) und ihre Familien wieder frei gekommen. Im Gespräch mit Radio Dreyeckland erläutert Monzer Haider warum es dazu kam und was das für die Menschen und der Region und eventuell auch für die "Übergangsregierung" in Damaskus bedeutet. Monzer Haider ist ein in Afrin (Syrien) geborener Kurde. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen. Im ersten Teil des Interviews, das wir im vergangenen Donnerstag gesendet haben, hatte sich Haider kritisch zu den neuen Machthabern in Damaskus und der anscheinend vor allem von dem Wunsch nach Abschiebungen geprägten Syrienpolitik Berlins geäußert. Außerdem beschrieb er die Türkisierungspolitik Ankaras in von der türkischen Armee besetzten Teilen Syriens.

Im Interview gebraucht Haider die Abkürzung HTS. Es steht für Hai'at Tahrir asch-Scham "Komitee für die Befreiung Syriens". Das ist die Partei hinter dem neuen Präsidenten Ahmed asch-Schar'a, bekannt für ihre radikalislamische Herkunft.

jk