FSB Halbzeit bei Sanierung in Haslach Südost: FSB kann jetzt auch Haus- Aufstockung und Mieterstrommodell

FSB kann jetzt auch Haus- Aufstockung und Mieterstrommodell

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FSB Sanierungsgebiet Haslach Südost
Quelle: 
kmm/RDL 2018

Zur Halbzeit des aktuell größten Sanierungsprojektes der Freiburger Stadtbau luden Stadt und ihre Wohnungsgesellschaft FSB, am Mittwoch ein:  0:55
Der Neubau eines 6-Geschoss-Punkthaus in der Belchenstr.8-10 mit 30 Wohnungen (17 Zwei-Zi, 7 Ein- und 6 Drei Zimmer Wohnungen), der gerade von den 15 Mietpartien des im Hintergrund zum Abriss vorgesehen Hochhaus bezogen wird, kostete 5,6 Millionen €.  Mit Fördermitteln aus Bund, Land und Stadt gibt sich eine Bezugs-Anfangsmiete von 6,63€/qm.  Während 54 Mieterinnen aus den (Abriss-)Hochhäusern der Belchenstr. bereits in den FSB Neubau an der Eschholzstr. in  Gutleutmatten oder andere  FSB Wohungen zogen, sollen nach dem Hochhausabriss weitere Punkthäuser mit 83 Miet- und Eigentumswohnungen entstehen.

Neuland betraten die Planer und Architekten der FSB bei den - wie das Abriss Hochhaus - in den 1960ern  errichteten vier Häuserriegeln mit 72 Wohnungen in der Belchenstr. 12-34. Erstmals wurden - trotz vielfältiger Herausforderungen: Erdbebenschutz Abstandsregeln der nachher 4-Geschosser oder Brandschutz - die Häuser der FSB um ein Stockwerk in Holzständerbauweise aufgestockt. So dass 24 3-Zimmerwohnungen zusätzlich errichtet werden konnten bzw. werden.

Die Bestandssanierung mit Wärmedämmung inklusive 3-fachverglaster Fenster, Neubau der sanitären Anlagen inklusive grösserer Bäder und der kompletten Elektrik und neuen grösseren Aussenbalkonen wurden bei weiterwohnenden Mietern in - bisher - ein Jahr Bauzeit realisiert. 
Für FSB Verhältnisse Neuland ist auch das erstmals zur Realisierung kommende Mieterstrom-Modell. Wurden bisher die geldlichen Vorteile aus Mieterlösen gebauten Solarstromanlagen als zusätzliche Einnahmen ausschließlich durch die FSB vereinnahmt, stellt der Contract Partner Polarstern den Mietern eine 13 % Senkung ihrer aktuellen Stromkosten in Aussicht.
Abgesehen vom Ausgleich des Baulärms und Dreck durch das gesetzliche Minimum in Form 3-Monatsmieten stehen  nach Mieteraussagen gegenüber RDL positiv die eindeutig gelungenen baulichen Verbesserung sowohl ihres Wohnen wie Umfeld zu Buche. Aber der vom Gemeinderat der 3-Stufen Mieterhöhungsplan des Freiburger Models (nach Klausmann Delta Theorie zur am Markt erzielbaren Mieten) bis zum Auslaufen der sozialen Bindung nach 10-Jahren (also 2028) ist als dicker  Wehrmutstropfen zu verzeichnen.   0:40
Bei 14, 6 Millionen € Gesamtkosten, beträchtlich aus öffentlichen Mittel finanziert, sollte hier aber nicht das letzte Wort gesprochen sein. Wenn wohl auch hier neue Mehrheiten im Gemeinderat erforderlich sein wird. (kmm)