400 protestieren gegen G20-Finanzministertreffen: Geringe Beteiligung beim Anti-G20-Protest in Baden-Baden

Geringe Beteiligung beim Anti-G20-Protest in Baden-Baden

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Fronttransparente der Demonstration gegen das G20-Finanzministertreffen in Baden-Baden am 18.03.2017
Quelle: 
mc/RDL

Rund 400 Menschen versammelten sich am  Samstag in Baden-Baden, um gegen das G20-Finanzministerinnentreffen zu protestieren, das zeitgleich in der Stadt der ganz schön Reichen stattfand. Die Behörden hatten im Vorfeld wohl mit 1.000 Menschen gerechnet. Doch wie es eine Rednerin auf der Demonstration erklärte: Bei schlechtem Wetter zählen die Anwesenden doppelt.

Menschen aus allen Altersgruppen und aus verschiedenen Bewegungen waren auf der Demonstration vertreten. Die Redebeiträge hielten unter anderem Menschen von Attac, von Die Linke, vom BUND, von der Interventionistischen Linken, vom Antirassistischen Netzwerk Baden-Württemberg und von der Informationsstelle Militarisierung.

Entsprechend vielfältig waren die angesprochenen Themen, von der Rüstungs- über die Wirtschafts-, Flüchtlings- und Umweltpolitik der G20-Staaten (beziehungsweise was getan werden müsste). Doch mindestens zwei Punkte hatten alle Redebeiträge gemein. Sie lehnten die Anmassung der G20-Finanzminister ab, in einem exklusiven Klub der Reichen Entscheidungen für die gesamte Welt zu treffen. Und sie kritisierten das Fehlen von internationaler Solidarität in den Entscheidungen dieses Gremiums.

Die Demonstration durchquerte eine Innenstadt im Ausnahmezustand und verlief ohne Zwischenfall.

Als Belohnung für die anwesenden Demonstrierenden gab es am Ende ein Auftritt von Mal Elevé, einem Sänger der Band Irie Révoltés.

Im Interview mit Sonja berichtete Matthieu am Montag im Morgenradio von seinen Eindrücken von der Demonstration: 8:19

In Punkt12 am Montag waren Eindrücke von der Demonstration und kurze Auszüge aus den langen Redebeiträgen zu hören: 10:38