Eine schreckliche Narbe zeugt von den traumatischen Erlebnissen der jungen Algerierin Aube. Islamisten haben ihr im Bürgerkrieg in den 90ern die Kehle durchschnitten. Sie hat überlebt, aber ihre Stimme verloren. Damit symbolisiert sie das verordnete Schweigen über den Krieg, denn in Algerien ist es verboten über diese Zeit zu sprechen. Doch Aube führt einen inneren Monolog. Sie ist schwanger und erzählt ihrer werdenden Tochter von ihren Erinnerungen und ihren Zweifeln, ob man in diese Welt ein Mädchen gebären darf. Kamel Daoud gibt den Frauen Algeriens eine Stimme. Ein harter Roman, sagt Rezensent Tommi Hohner, aber ein genial konstruiertes, poetisches und aboslut begeisterndes Buch, das sich zu lesen lohnt und uns mit einem Lächeln entlässt.

