Illegale Waffenexporte: Hauptverfahren gegen Heckler&Koch-Verantwortliche, Verjährung für BeamtInnen, Ermittlungen gegen Publizisten

Illegale Waffenexporte: Hauptverfahren gegen Heckler&Koch-Verantwortliche, Verjährung für BeamtInnen, Ermittlungen gegen Publizisten

Das Landgericht Stuttgart verkündete es vor etwa zwei Wochen: Ehemalige Mitarbeiter von Heckler&Koch müssen sich vor Gericht verantworten. Einer Vertriebsmitarbeiterin, zwei ehemaligen Vertriebsleitern und zwei ehemaligen Geschäftsführern der Rüstungsfirma wirft die Staatsanwaltschaft vor, gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verstossen zu haben. Heckler&Koch habe über zehntausend G36-Sturmgewehre und MP5-Maschinenpistolen illegal in mexikanische Unruheprovinzen exportiert. In der Pressemitteilung heisst es dazu, der Beginn der Hauptverhandlung sei noch nicht absehbar. Gleichzeitig hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart aber auch gegen die Autoren Ermittlungen eingeleitet, die diese Affäre aufgedeckt hatten. Radio Dreyeckland hat darüber mit dem Friedensaktivisten und Autoren Jürgen Grässlin gesprochen, der an den Enthüllungen beteiligt war. Er hatte bereits vor fünf Jahren Strafanzeige gegen die Rüstungsfirma erstattet, was zum gegenwärtigen Hauptverfahren geführt hat. Wir fragten ihn zunächst, wie er auf die Ankündigung des Landgerichts reagiert hat, ein Hauptverfahren gegen Heckler&Koch zu eröffnen.