Krim-Krise: G7-Staaten setzen Gipfel-Vorbereitungen aus

Krim-Krise: G7-Staaten setzen Gipfel-Vorbereitungen aus

Krim-Krise: G7-Staaten setzen Gipfel-Vorbereitungen aus In der Nacht zum Montag haben die sieben führenden Industrienationen alle Vorbereitungstreffen für den G-8-Gipfel mit Russland in Sotschi ausgesetzt. Dies gilt als diplomatisches Warnsignal an Moskau angesichts der russischen Truppenbewegungen auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Sowohl die Nato als auch Bundeskanzlerin Merkel betonten, eine militärische Aktion Russlands gegen die Ukraine wäre ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Zuvor hatte die Ukraine die Nato um Beistand gegen Russland gebeten. Ministerpräsident Jazenjuk sagte am Sonntag: "Wir stehen am Rande einer Katastrophe". Am Freitag berichtete Nadja Soprun aus Jalta auf der Krim: ++++O-ton Krim Russland erklärt den Aufmarsch von Truppen hingegen mit dem Schutz der russischen Bürger_innen und der russischsprachigen Bevölkerung in der Ukraine. Ein Sprecher der Bundesregierung teilte mit, man sei in Verhandlungen über die Einrichtung einer Kontaktgruppe unter Leitung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Seit dem Sturz des russlandnahen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch nach monatelangen Protesten eskaliert der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Russische Truppen haben die Halbinsel Krim weitgehend unter Kontrolle gebracht, die ukrainische Armee wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Medien befürchten einen bevorstehenden Krieg. In Moskau kam es zu Demonstrationen sowohl von Befürworter_innen als auch Gegner_innen eines russischen Militäreinsatzes in der Ukraine. Bis zu 300 Kriegsgegner_innen wurden festgenommen. Die EU-Außenminister wollen heute bei einem Sondertreffen in Brüssel beraten, wie Russland zum Einlenken zu bewegen ist. Im Anschluss will sich die EU-Außenbeauftragte Ashton mit Russlands Außenminister Lawrow treffen. Am Mittwoch will sie zu Gesprächen nach Kiew reisen.