Massensterben von Grauwalen an US-Pazifik-Küste

Massensterben von Grauwalen an US-Pazifik-Küste

Nach Angaben der Ozean- und Klimabehörde NOAA sind rund 70 verendete Grauwale an der US-amerikanischen Pazifik-Küste im Zeitraum von Januar bis Ende Mai angespült worden. Es handelt sich dabei um ein zweites Maximum seit dem Jahr 2000, als ein ähnlich großes Sterben zu beobachten war.

Daß für ein Walsterben häufig auch Manöver der Kriegsmarine ursächlich sind, wird in den Meldungen der Mainstream-Medien ausgeblendet. Stattdessen wird als mögliche Todesursache lediglich Unterernährung und Zusammenstöße mit Schiffen erwähnt.

Im Meer gibt es eine ganze Reihe menschlicher Lärmquellen: Das militärische Sonar von Marineschiffen macht Delphine und Wale zeitweise taub oder tötet sie bei zu geringer Distanz, Schiffsmotoren sorgen für Dauerlärm, Ölbohrungen, aber auch das Einrammen von Verankerungen für Offshore-Windkraftwerke sorgen für eine weitere Belastung ausgerechnet in Rückzugsgebieten oder der Kinderstube verschiedener Wal-Arten. Auch sogenannte Air Guns, die zu seismischen Messungen bei der Ölsuche zum Einsatz kommen, produzieren heftige Schallwellen. Und schon des Öfteren wurde nach Manövern der Kriegsmarine ein Massensterben von Delphinen und Walen beobachtet.

Die Gesamtzahl der toten Grauwale ist nach Einschätzung der NOAA erheblich höher, da nur ein geringer Prozentsatz der verendeten Grauwale an Land gespült wird. Die meisten Tiere würden weiter von der Küste entfernt sterben und dort auf den Meeresboden sinken.

Grauwale, die zur Unterordnung der Bartenwale gehören, können eine Länge von 13 bis 15 Metern und ein Gewicht von 25 bis 34 Tonnen erreichen. Sie legen bei ihren Wanderungen größere Strecken zurück als jede andere Walart. Die ostpazifische Population zieht jedes Jahr bis zu 10.000 Kilometer durch den Pazifik. Dies ist die längste bekannte Wanderung eines Säugetiers.

Erst 1946 wurde die Art unter Schutz gestellt und so vor dem Aussterben bewahrt. Der heutige Bestand wird auf insgesamt nur 22.000 Exemplare geschätzt. Diese im Vergleich zu früheren Zeiten geringe Zahl ist eine Folge des schlechten Zustands der Meere. Aufgrund mangelnder Nahrungsvorräte werden häufig abgemagerte und offensichtlich hungernde Grauwale gesichtet.