Qualmen und mobilfunken, um den den sozialen Wohnungsbau zu finanzieren?

Qualmen und mobilfunken, um den den sozialen Wohnungsbau zu finanzieren?

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alt
Glimmstengel für Soziamieter?
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Keine (all rights reserved)

Gut 10.000 der über 72.000 Freiburger Mietwohnungen kontrolliert die städtische Freiburger Stadtbau (FSB). Ein höchst profitables Schätzchen insbesondere für den Eigentumswohnungsbau (50 % des Neubaus der FSB), den die normalen Mieter mit ihren Mieten zwischenfinanzieren.

Zumindest im Vauban, in der Lise-Meitner-Str, will es den Mietern jedoch nicht recht einleuchten, weshalb ihre ca. 40 Kinder von früh an, an die Gesundheitsgefahren des Rauchens gewöhnt werden sollen. Bei einer Mieter/innen/versammlung Anfang Oktober wurde explizit das Thema angeschnitten. Die Vertreter der FSB raunten etwas von der mittlerweile berüchtigten vermeintlichen Quersubvention des "sozialen Wohnungsbau", die aus der Aufstellung stammen. Das war so dick aufgetragen, dass prompt Aufsichtsräte sich veranlasst sahen, bei der Geschäftsführung nach zu fragen.

Hier lief nun der Allein- Geschäftsführer Klausmann zu grosser Form auf. In einem RDL vorliegenden Brief verteidigt er im Namen der "Liquidität" die Aufstellungsgestattung für immerhin 69 (!) Zigarettenautomaten auf FSB Gelände. Weil es ihm angesichts 23.000 € Jahresertrag dies wohl nicht ganz so plenty war, um von "sprudelnder" Liquidität zusprechen, fügt er gleich noch die Installation von immerhin 10 Mobilfunkanlagen für die bald 20 Jahre-Verträge existieren, als zusätzliche Liquiditätsquelle an: Dafür sind aber selbst Dächer von abverkauften Häusern erforderlich, für die sich die FSB Weiternutzungsrechte hat einräumen lassen. Obwohl für beide Nutzungen für die Bewohnerinnen Gesundheitsgefährdungen möglich bzw. wahrscheinlich sind, verkauft der Allein-Geschäftsführer Klausmann die nicht einmal 100.000 € Jahreserlöse aus diesen Geschäften als unverzichtbar:

alt
So,So. Für das Eigenkapital von vielleicht 2 Einzimmerwohnungen also nimmt dieser Allein-Geschäftsführer, Gesundheitsgefahren für Hunderte in Kauf. Wofür genau? "Liquidität". Also nicht mal zwingend für Wohnungsbau mit durchgreifenden sozialen Verpflichtungen wie Bindungen.
Warum braucht es eigentlich einen solchen Geschäftsführer an der Spitze des grössten Freiburger Wohnungs-Unternehmens mit -schon, nur auf dem Papier noch nicht liquidierten - "sozialen" Auftrag? Der erkennbar bei Südwert, der Bauunion des Herrn Kleinert oder Sauer besser, weil "Liquiditäts"profitabel aufgehoben wäre?

Die Zigarettenautomaten sind mit 3 Monaten zum Jahresende kündbar. Bei den Mobilfunkmasten schweigt der Allein-Geschäftsführer.

(kmm,korr.25.10.13)
PS: Wesentlich bessere Geschäfte macht der Allein-Geschäftsführer aber mit der Fotovoltaik, obwohl hier seine Einsicht zur Installation erst sehr spät reifte.