südnordfunk I 7. April 2015 I 16 Uhr I 102,3 Mhz

südnordfunk I 7. April 2015 I 16 Uhr I 102,3 Mhz

südnordfunk I 7. April 2015  I 16 Uhr I 102,3 Mhz 59:20

Fokus der Sendung: Mechanismen der Ausgrenzung und des Rassismus. Im Alltag / in der Geschichtsschreibung /  in der Entwicklungszusammenarbeit.

Der Genozid an den Armeniern - und die deutsche Beihilfe 13:50

Der Journalist Jürgen Gottschlich greift in seinem neuen Buch einen bislang wenig bekannten Aspekt des Armeniengenozids auf: Die deutsche „Beihilfe zum Völkermord“. Darin geht es um  „Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier“ – so der Untertitel seines im Februar erschienenen Buches. Gottschlich hat nicht nur Archive in der Türkei und in Deutschland ausgewertet, sondern ist selbst an Schauplätze des Genozids gereist. Auch hat er Nachkommen der Opfer befragt. Christian Stock sprach mit dem Autor…

Willkommen, vergessen, verstoßen? Rassistischer Alltag schwarzer Menschen in Russland  10:07

Die Sowjetunion bildete Hunderttausende junge Menschen aus Afrika aus. Offiziell gab es dort keinen Rassismus. Wie leben schwarze Menschen im heutigen Russland? Die Ethnologin und RDL-Journalistin Svetlana Boltovskaja, sprach mit Roni Kumi aus Ghana und Dramé aus Guinea.

„Wir sind nicht die Anderen“. Elisio Macamo über Wissensproduktion in der Entwicklungszusammenarbeit

Der Soziologe Elisio Macamo befasste sich in einem Vortrag auf der Tagung „Vorurteile, Stereotype und Kolonialismus – (k)ein Thema in der entwicklungspolitischen Partnerschaftsarbeit?“ mit der vorurteilsbehaftetem Wissensproduktion in der Entwicklungszusammenarbeit. In seinem Vortrag  13:29und einem Interview 6:20 zeigt er auf, wie aus Vorurteilen europäischer Denker und Helfer rassistische Strukturen einer ganzen Branche entstehen.

Wir brauchen internationale Solidarität: Interview mit dem Menschenrechtsaktivisten Golden Misabiko

Die Atombomben, welche die USA im zweiten Weltkrieg über Hiroshima und Nagasaki abwarfen, wurden mit Uran aus der Demokratischen Republik Kongo hergestellt. Gegen den Abbau von Uran im Kongo zu kämpfen, ist für Golden Misabiko vor dem Hintergrund dieser Geschichte selbstverständlich. Er ist Menschenrechtsaktivist und prangert die Zustände in den Minen der kongolesischen Region Katanga öffentlich an. Aufgrund seiner Arbeit wurde er mehrmals inhaftiert und lebt seit über vier Jahren im Exil. Patricia Reineck und Martina Backes sprachen mit ihm über seine Arbeit in den 1990er Jahren und heute.  10:42

(deutsche Fassung hier: 9:28)