Steigende CO2-Emissionen made in Germany – trotz "Energiewende"

Steigende CO2-Emissionen made in Germany – trotz "Energiewende"

Deutsche Politiker_innen nutzten Klimaschutz gerne als „Marketingstrategie“, so drückt es die Internetplattform für deutsche Außenpolitik german-foreign-policy.com aus. Indem sie sich öffentlich gegen Trump positioniere und Milliarden für den Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitstellen läßt – so auch derzeit während der UN-Klimakonferenz in Bonn – inszeniert sich die deutsche Kanzlerin Merkel als Schützerin des Planeten. In Wahrheit aber ginge es Berlin um „konkrete geostrategische und wirtschaftspolitische Pläne der deutschen Exportwirtschaft“. So empfängt Indien beispielsweise bis zu einer Milliarde Euro Klimaschutzzuwendungen, wird jedoch im Gegenzug von Berlin zum Abschluß eines umfassenden Freihandelsabkommens gedrängt, von dem vor allem die deutsche Autoindustrie profitiert.

Die britische Presse bezeichnete deshalb Merkel als "Ökovandalin"mit "fataler Schwäche" für die deutsche Wirtschaftslobby. Tatsächlich weist die Bundesrepublik wegen der Braunkohlekraftwerke einen der höchsten CO2-Emissionswerte in Europas auf.

Und der Trend gehe offenbar – trotz grünem Koalitionspartner in spe – auch in Zukunft in diese Richtung. Grünenchef Özdemir erklärte, man gehe bei den Verhandlungen in Sachen Klima-nicht-schutz „einen großen Schritt“ auf CDU und FDP zu.