Stimmen der Kundgebung zum Erhalt der Synagogenmauern: Sichtbarer Erhalt, Synagogenneubau - oder weiter als wäre nichts gewesen?

Sichtbarer Erhalt, Synagogenneubau - oder weiter als wäre nichts gewesen?

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Foto RDL

Am gestrigen Donnerstag Nachmittag fand beim Platz der Alten Synagoge eine Kundgebung statt, zu der die neuentstandene „Initiative zum Wiederaufbau der Synagoge“ aufgerufen hatte. Nicht nur ein möglicher Wiederaufbau war Thema, sondern vor allem auch die Frage nach dem Umgang mit den Fundamentmauern dieser Synagoge, die kürzlich bei den Bauarbeiten zur Neugestaltung des Platzes gefunden worden waren. Die Synagoge war bei den Novemberpogromen 1938 zerstört worden. Der Fund ist für die Stadtverwaltung nun unangenehm, denn die Planung für den teuren neuen Platz sieht ein Erinnerungskonzept vor, das nicht mit der Existenz realer Synagogenreste rechnete: Ein Wasserbecken soll die Umrisse des zerstörten Gebäudes nachzeichnen. Die Stadtverwaltung will nun, mit Rückendeckung des Denkmalamts, die obersten drei Steinschichten des Fundamentrests abtragen, den Rest im Boden versenken, und das Becken wie geplant bauen. Bei der Kundgebung haben wir Stimmen dazu gesammelt und davor noch mit der Pressesprecherin der Stadtverwaltung, Stefanie Werntgen gesprochen. Zu hören sind u.a. Irina Katz vom Vorstand der israelitischen Gemeinde, Cornelia Krüger vom Vorstand der Gescher-Gemeinde, Robert Krais vom deutsch-israelitischen Arbeitskreis südlicher Oberrhein, Maren Stümke, die Initiatorin der Petition „Erhalt der Mauerreste des 1938 zerstörten Synagogengebäudes am Originalplatz“ und François Blum, aus dessen Familie der ersten Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Heinrich Zivy-Lang, stammte.
https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-mauerreste-des-19...

Andere Petition https://www.openpetition.de/petition/online/wiederaufbau-der-alten-synag...