Trotz verbesserten Energiemanagement- Gaspreis bei Regiobäder und Keideltherme lastet auf Betriebsergebnissen

Trotz verbesserten Energiemanagement- Gaspreis bei Regiobäder und Keideltherme lastet auf Betriebsergebnissen

In dem am Dienstag 3.2.26 im Freiburger Rat zur Kenntnisnahme und Beschlussfassung anstehenden Beteiligungsbericht machte der kaufmännische Geschäftsführer Michael Müller u.a. folgende Aussagen zu den Bäder. Zunächst zur Gesamtbewirtschaftung der Bäder im Auftrag der Stadtwerke-Holding, die nach Bewirtschaftsvertrag die FSB Kosten auszugleichen hat.2:41
Dann aber auch zum im Wettbewerb stehenden Wirtschaftsbetrieb Keidel-Therme, deren potentielle Defizite u.a.  aus den Erlösen des Gesamtverbundes FSB zu decken wäre. 2:12  Also im Fall von Minus  -wie auch bei den Parkhäuserbewirtschaftung  der FKB - die wesentlich von der Mieterinnen-Erlösen geprägt sind, wenn die schwarze Null nicht gelingt.
Ob die geplante - technologieoffene - Ausschreibung der Wärmeversorgung der Stadtwerke Holding dauerhaft was bringt, ist angesichts der nahezu defacto Monopolstellung der Badenova im Freiburger Fernwärmemarkt eher fraglich.0:36
Inwieweit die auch als Lösung für weitere Projekte- Eishalle:statt Wärmetauscher /Solar Wärmepumpen ein Fernwärmevertrag- erfolgreich sein könnte, nachdem der kommende Fernwärmemonopolist schon für den neuen Stadtteil Dietenbach - trotz dreiviertel Fossilbrennstoff bis 2035- dort gar  auch mit Anschlusszwang zum Zuge kam ?
Ob das etwas kritische Nachfragen bei der Gemeinderatssitzung auslöst, ist wohl auch nicht sicher? Eher unwahrscheinlich!

Michael Menzel 
Nachtrag: Für flüchtige Hörer-/Leser: innen könnte der Eindruck entstehen, der Gesamtverbund FSB mit seinen Untergesellschaften z.B. FKB [Parkhausbewirtschaftung] usw. bzw. deren Verluste würden  unmittelbar aus "Mieterlösen"  gedeckt werden. Dies wäre ein falscher Eindruck bzw. zu unterkomplex.
Eigene Gesellschaften  im Konzernverbund FSB könnten entweder Jahresverluste auf neue Rechnung übertragen oder sofern es zu z.B. zu Eigenkapitalverlusten führen würde, hätten sie die Möglichkeit, entweder Verlustrückstellungen der Gesellschafter  zu besorgen oder vorher gebildete Rückstellungen aufzulösen. Dies erfolgt dann entsprechend den -haftenden - Gesellschafteranteilen. Nur bei Beherrschungsverträgen - Gewinn-und Verlustabführungen an Gesamtverbund FSB - wäre dies anders.
Im konsolidierten Jahresergebnis  der FSB-Gesamt würde dieses dann als Gesamt [Gewinn]Erlösschmälerung auftreten, sofern Verluste zu übernehmen sind. Die dortigen Gewinne der Gesamt FSB fallen dann niedriger aus  als im operativen Ergebnis  aus dem Wohnen - aus Mieten und Verkauf Eigentumswohnungen - allein .
Die die Bäder - mit Ausnahme Keidel -Bad - zustände RGB ist übrigens eine Tochter der Stadtwerke-Holding. Die FSB erhält ihre volle Kostendeckung aus einem Bewirtschaftungsvertrag- siehe im Beitrag. Die auch durch Gaspreisverdopplung entstehenden Verluste aus dem öffentlichen Grundversorgungs-Bädergeschäft fallen also bei der Stadtwerke Holding an. Da ihr Gesellschafter-[Gewinn-]Anteil  an der Badenova und der dortig beschlossenenen Gewinnrückhaltung zum Aufbau ihres künftigen  Fernwärmemonopols [natürlich auch Stromnetz-Investitionen] ist diese - Stadtwerke-Holding - doppelt getroffen. Durch Erhöhung der Gaswärmepreise bei den Bädern steigt deren Verluste in der RGB und durch mangelnden Ausgleich durch Ausschüttungsreduzierung der bei der Badenova erzielten Gewinne auf den von ihr gehaltenen städtischen Gesellschaftsanteil, die nicht mehr an sie ausgeschüttet werden. (MM 4.2.26)