Trump erneuert seine Vorwürfe wegen Wahlbetrugs

Trump erneuert seine Vorwürfe wegen Wahlbetrugs

Ein missgelaunter Donald Trump trat am Donerstagabend, Ortszeit im Weißen Haus vor die Kameras und erneuerte seine Behauptung, die Wahl werde ihm gestohlen. "Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich locker. Wenn man die illegalen Stimmen zählt, dann können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen" behauptete Trump. Er hätte die Wahl eigentlich mit historischen Zahlen gewonnen, so Trump. Wieder versuchte der amtierende Präsident den Eindruck zu erwecken, die Stimmen, die jetzt noch ausgezählt würden, seien Stimmen, die erst nach der Wahl eingegangen und daher illegal seien. In einigen Bundesstaaten werden tatsächlich noch Stimmen gezählt, die erst nach dem 3. November eingegangen sind, aber einen Poststempel vom 3. November oder früher tragen. Ob und wann das legal ist, ist Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Die große Mehrheit der nach dem 3. November noch gezählten Stimmen, sind aber Stimmen, die bis einschließlich 3. November eingegangen sind und aufgrund der hohen Wahlbeteiligung und des hohen Briefwahlanteils nur noch nicht ausgezählt werden konnten. Der hohe Anteil an Briefwahlstimmen ist auch ein Grund, warum Trumps Konkurrent Joe Biden in den noch nicht vollständig ausgezählten Bundesstaaten beständig aufholt.

 

Mehrere Fernsehsender unterbrachen die Übertragung von Trumps Rede, als er seine Betrugsvorwürfe wiederholte. Ein Reporter von CNN International verglich Trump wenig höflich mit einer fetten Schildkröte, die auf den Rücken gefallen ist und mit den Beinen strampelt.