Das hochkomplexe gesetzliche System der Wohngeldbearbeitung in Freiburg hatte in der Vergangenheit viel Ärger bis hin zu verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen bedeutet. Vor allem aber langes Warten, nicht nur auf das Wohngeld, sondern auch auf das Sozialticket oder Bildungs- wie Teilhabe-Leistungen.
Insofern war der mündliche Vortrag zum aktuellen Stand am Ende des 1. Quartals 2026 den die Abteilungsleiterin, Frau Fehrenbach, zum Abbau des Staus berichten konnte, erfeulich:
Die Verkürzung rührt aus der im AfS entwickelten Digitalen Prozessoptimierung (DPO), die beim Onlineantrag, der aus Komplexitätsgründen ebenfalls zu 80 % unvollständig ist, gleichwohl amtsintern eine durchschnittliche Arbeitszeitverkürzung von 20 Minuten erbringt. Bei Vollständigkeit gibt die Amtsleitung eine 4-6 wöchige Bearbeitungszeit als Stand an.
Eine weitere Erleichterung bei Weiterbewilligungsanträgen stellte AfS Amtsleiter Gourdial in Aussicht:
Während der erstmalig die Sitzung leitende neue Sozialbürgermeister Roland Meder im Grundsätzlichen mit Stadtrat Mohlberg von ESFA eine wesentliche Entbürokratisierung der gesetzlichen Förderungsbedingungen teilt, hält er gegen dessen Bewertung als gesetzliche Abschreckungskultur das Treuhand Pinzip von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit vor.
Ungeklärt blieb - trotz Sensibilität in der Behörde und Wohngeldstelle - die Annexfunktion aus der Wohngeldbescheidung bei Sozialticket oder Bildungs und Teilhabe Leistungen in Kindergärten und Schulen .
Amtsleiter Boris Gordial sieht eher den Gleichbehandlungsgrundsatz im Vordergrund. Julia Söhne (SPD), Gregor Mohlberg (ESFA/LinkeListe) und Frau Duffner sehen hier eher eine besondere Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen, die durch Beratungsangebote zur Vervollständigung der Unterlagen wie z.b. auch Antrags-Arbeitsverschlankungen bei Weiterförderungen möglich.
Übrigens nicht vergessen: Das subjektive Wohngeld fliesst letztendlich in die Vermieterkassen und verschafft Ihnen auskömliche Renditen selbst für Alt- wie Schrottimmobilien. (kmm)
Hier die ganze 35 minütige Debatte:
