Am 30.06.26 überreichte das Bündnis "Zukunft statt Abriss" über 1600 Unterschriften gegen den Abriss der BImA Häuser in der August-Ganther-Straße 5-7 an einen Vertreter der BIma. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hatte gegenüber den Mietparteien sogenannte Verwertungskündigung ausgesprochen, die eine Beendigung des Mietverhältnisses zum 30.06.26 vorsahen. Einige Parteien sind schon ausgezogen. Die verbleibenden MieterInnen und das Bündnis "Zukunft statt Abriss" fordern weiterhin, dass die BImA in den Dialog treten soll, um über den Alternativvorschlag für einen Erhalt der Häuser zu sprechen. Der Altbausanierer Willi Sutter hatte gemeinsam mit dem Ingenieur und Energieautor Wilhelm Stahl die Sanierung des Bestands vorgeschlagen. Ihr Konzept sieht den Dachausbau, bzw. Aufstockung des Daches und auch eine Aufstockung der Garagen und die Nutzung des neuen Stockwerks für Wohnraum, vor. Das Stadtplanungsamt hatte in der Vergangenheit erklärt, die Garagenaufstockung würde gegen das sogenannte Einfügungsgebot (§ 34 BauGB) verstoßen. Angesichts einer recht heterogenen Bebauung des Straßenzugs ist das eine bemerkenswerte Argumentation, auch vor dem Hintergrund, dass die BImA ihrerseits eine Tiefgarage plant, die bisher ebenfalls so nicht in der August-Ganther-Straße zu finden ist und mit der Einfahrt wohl auch die Optik der Straße verändern würde. Bei der Unterschriftenübergabe waren neben MieterInnen, VertreterInnen von Umweltgruppen, Altbausanierer Willi Sutter, die Grünen-Stadträte Timothy Simms und Simon Sumbert, Lina Wiemer-Cialowicz von der Fraktion Eine-Stadt-Für-Alle und der Linkspartei Bundestagsabgeordnete Vinzenz Glaser anwesend. Wir haben die Unterschriftenübergabe verfolgt und noch mehrere Interviews geführt. Der Forderung nach einem Dialog üer Sanierung versus Abriss erteilte die BImA auch auf Radio Dreyeckland Anfrage nach der Unterschriftenübergabe noch einmal eine Absage: "Da alle Argumente jedoch bereits umfassend ausgetauscht wurden und die Prüfung der Alternativen abgeschlossen ist, sieht die BImA einen weiteren Diskurs als nicht zielführend an." Vor dem BImA Sitz sprachen wir zunächst mit Mieter Urs Egger.
