Palantir in Freiburg nicht willkommen!: Lautstarke Kundgebung gegen Palantir-Aufritt auf der Freiburger Messe

Lautstarke Kundgebung gegen Palantir-Aufritt auf der Freiburger Messe

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Update Freitag: Wir haben noch einmal mit Sebastian Müller gesprochen, der beim Panel mit Courtney Bowman von Palantir im Publikum saß: 14:42 (FK)

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Beim „Käpsele Innovation Festival" auf der Freiburger Messe hat am Donnerstag ausgerechnet das US-Unternehmen Palantir einen Platz auf einem Podium erhalten. Das Unternehmen entwickelt Software, mit der Polizei, Geheimdienste und Militär riesige Datenbestände zusammenführen und auswerten können. Kritiker:innen sehen darin eine zentrale Infrastruktur für Überwachung, staatliche Kontrolle und Verfolgung.

Bereits ab 17.30 Uhr protestierten Anarchist:innen auf dem Messegelände. Sie verteilten Flugblätter gegen den Palantir-Auftritt und konnten innerhalb der folgenden Stunde sämtliche Exemplare an Besucherinnen und Besucher verteilen. Ab 18 Uhr kamen Vertreter:innen verschiedener K-Gruppen zur Messe. Nachdem die Polizei diesen zunächst den Zugang auf den Platz vor dem Eingang zur Veranstaltung verwehrte, konnte schließlich eine Kundgebung mit rund 60 Teilnehmenden stattfinden. In mehreren Redebeiträgen wurde scharfe Kritik an Palantir, seiner Rolle im Überwachungsapparat und an der Einladung durch die städtische Messegesellschaft geäußert.

Vor Ort war die Freiburger Polizei mit mehreren Mannschaftswagen sowie Beamten des „Staatsschutzes“ präsent. Trotz der umfangreichen Polizeipräsenz gelang es, Flugblätter auch innerhalb der Messehalle an Besucherinnen und Besucher zu verteilen.

Bereits im Vorfeld hatte der Chaos Computer Club Freiburg die Einladung von Palantir in einem offenen Brief sowie bei Radio Dreyeckland im Interview, kritisiert. Dass die städtische Messegesellschaft dem international massiv umstrittenen Überwachungskonzern eine Bühne bietet, bleibt damit auch über den heutigen Protest hinaus politisch in der Kritik.

Autor*in

tmf