Der Bund hat eine Pflicht zur Kolonialismus-Erinnerung: "Es geht darum sichtbar zu werden!"- sagt Tahir Della von Decolonize Berlin e.V.

"Es geht darum sichtbar zu werden!"- sagt Tahir Della von Decolonize Berlin e.V.

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(c) Sven Lehmann, MdB

Die deutsche Kolonialgeschichte wird bis heute nur am Rande erinnert, und das obwohl Schwarze Initiativen und antirassistische Gruppen seit Jahrzehnten dafür kämpfen, dass koloniales Unrecht als Teil der deutschen Geschichte anerkannt wird.

Im Mai haben Vertreter*innen verschiedener Organisationen einen offenen Brief im Bundestag übergeben. Ihre Forderung: Der Bund müsse endlich seiner Verantwortung gerecht werden und die Erinnerung an den deutschen Kolonialismus dauerhaft in der offiziellen Gedenkkultur verankern.

Doch warum fällt dieser Schritt bis heute so schwer? Was bedeutet es für die Betroffenen, wenn sie die Anerkennung ihrer eigenen Geschichte immer wieder selbst einfordern müssen?

Darüber sprach Radio Dreyeckland mit Tahir Della, einem der bekanntesten Stimmen der Schwarzen Bewegung in Deutschland. Della ist Teil des Vorstandes von Decolonize Berlin e.V. und spricht für die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland.
 

Autor*in

tmf