"Zahlen und Statistiken mit Vorsicht zu genießen": Ambivalenz des Chavismus

Ambivalenz des Chavismus

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Deutlich beliebter als sein Nachfolger: Hugo Chávez
Quelle: 
medico.de

Etwa 3 Millionen Menschen sollen in den letzten Jahren aus Venezuela in die umliegenden Staaten und auch nach Europa ausgewandert sein. Die Inflation beträgt unvorstellbare 1,37 Millionen Prozent, die Gesundheitsversorgung ist prekär, es fehlt an Grundnahrungsmitteln. Seit 2010 bringt der/die durchschnittliche Venezolaner*in elf Kilo weniger auf die Waage.

Die prekäre wirtschaftliche Lage wird insbesondere seit ein paar Wochen vor allem von den USA ausgenutzt - die venezolanisches Staatsvermögen in Höhe von etwa 7 Mrd. $ seit Jahren eingefroren hält -, indem "humanitäre Hilfe" von der Behörde USAID ins Land gebracht werden soll. Damit  ging aber vor anderthalb Wochen der Versuch einer militärischen Intervention einher. Die Regierungspartei PSUV spricht von einem Wirtschaftskrieg und bezeichnet die Misere im Land als eine Inszenierung der westlichen Medien.

Moritz Krawinkel, Lateinamerikareferent von medico international sagt, die soziale Situation sei "katastrophal". Dennoch seien die Zahlen mit Vorsicht zu genießen...