Befreiende Kraft der Literatur: Balzac und die kleine chinesische Schneiderin - Dai Sijie

Balzac und die kleine chinesische Schneiderin - Dai Sijie

1971 ist der Höhepunkt der chinesischen Kulturrevolution bereits vorbei, die Verschickung von Millionen Jugendlichen aufs Land zur Umerziehung hat begonnen. Der Ich-Erzähler und sein Freund Luo sind Söhne von "Volksfeinden". Sie kommen in ein abgelegenes Himalayadorf und sollen dort in der Mine arbeiten sowie die örtlichen Exkremente auf den Feldern verteilen. Beide verlieben sich in die kleine Schneiderin und beide geben ihre Begeisterung für Literatur an das Dorf weiter. Ein zum Teil autobiografisches Buch von poetischer Schönheit, befindet Rezensent Tommi Hohner: