Seenotrettung im Mittelmeer: "Die EU kann sich jetzt nicht mehr hinter der migrationsfeindlichen Politik von Salvini verstecken"

"Die EU kann sich jetzt nicht mehr hinter der migrationsfeindlichen Politik von Salvini verstecken"

42555533104_e2bac2754b_k.jpg

Plakat auf einer Demonstration zur Unterstützung der Seenotrettung. Darauf steht: Stop the Criminalisation of Humand Rescue (at Sea)
Quelle: 
Tim Lüddemann, flickr.com

Am Donnerstag, den 5. September, wurde das neue Kabinett von Premierminister Guiseppe Conte in Italien vereidigt. Die Fünf-Sterne-Bewegung bilden zusammen mit den Sozialdemokraten die neue Regierung. Conte kündigte an, die Politik solle jetzt wieder menschlicher werden. Diese Veränderung möchte er gemeinsam mit der Fünf-Sterne-Bewegung umsetzen - einem der Partner, der bisher die rechtspopulistische Migrationspolitik unter Innenminister Matteo Salvini mitgetragen hat. Neue Innenministerin ist Luciana Lamorgese, eine parteilose Beamtin des Innenministeriums aus Mailand. Bisher sind die Bußgelder, die Salvini gegen Organisationen der Seenotrettung eingeführt hat, weiterhin in Kraft.

Lorenz Schramm von Sea-Watch berichtet im Interview, was sie als Seenotrettungsorganisation von der neuen Regierung in Italien erwarten.