Die Sterne live im Jazzhaus

Die Sterne live im Jazzhaus

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Was hat ihn bloß so ruiniert?
Lizenz: 
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Quelle: 
rdl

Am 10.10. endlich wieder in Freiburg. Eva sprach mit Frank Spilker über das nicht mehr ganz so taufrische Album, das kurz vorm ersten Lockdown erschien und über die neuen "Stars" der Band.

Ein selbstbetiteltes Album. Auf dem Cover: der Sänger – das letzte verbliebene Ur-Mitglied – ganz allein als aus allen Zeiten geplumpster Dichterfürst, als leicht lädierter, aber wissender Dandy. Ein erstes Hören, und plötzlich sitzt man da, mit lauter Hits in den rauschenden Ohren und zig Textfetzen, die einem durch den Kopf spuken, und ist wie durchgeschüttelt von einem Album, das immer wieder von Freiheit und Verstrickung, von Möglichkeiten und Zwängen handelt.

Mit Bassist Thomas Wenzel und Schlagzeuger Christoph Leich haben zwei wichtige Gründungsmitglieder vor anderthalb Jahren die Band verlassen. Auf „Die Sterne“ bilden Jan Philipp Janzen und Phillip Tielsch, beide Mitglieder der Kölner Band Von Spar, die Rhythmusgruppe. Neben den Sterne-Livemusikern Dyan Valdes und Max Knoth wirken zudem u.a. das Kaiser Quartett, Carsten „Erobique“ Meyer und die Düsseldorf Düsterboys mit. Krautige Flächen treffen auf Italo-Pop, verspulten Folk, Psychedelia und Disco. Es funkelt an allen Ecken und Enden. Es ist ein Sound, den man in dieser Überstrahltheit (nicht nur von Die Sterne!) noch nicht kannte – und der doch ganz ihr eigener ist. Vielleicht klingt so die Freiheit.

Das Album vor oben beschriebenem personellen Hintergrund schlicht „Die Sterne“ zu nennen, ist eine sehr lässige Ansage: Die Sterne im Jahr 2020, das ist ein offenes System, in dem freilich mehr denn je der Blick auf das Kontinuierliche dieser musikalischen Institution frei wird: Frank Spilker, seine Songs, Texte und Themen. Seine künstlerische Coolness und seine Dringlichkeit als soziales Wesen.