One Billion Rising findet wie üblich am 14. Februar statt, weil romantische Liebe tötet. Die Anzahl der Femizide ist in Deutschland auch im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das BKA meldete für das Jahr 2024 308 Tötungen weiblich gelesener Menschen durch den männlichen (Ex-)Partner oder Ex-Ehemann. Das heißt: Fast jeden Tag findet in Deutschland ein Femizid statt. 2025 hat Deutschland zwar nach spanischem Vorbild – in Spanien werden Femizide konsequent geahndet – die Fußfessel eingeführt und K.O. Tropfen als Waffe eingestuft. Jedoch fehlt es hierzulande immer noch an der konsequenten Umsetzung der Istanbul Konvention. Spanien beispielsweise macht vor, wie Prävention die Zahlen senken: Dafür braucht es unbedingt mehr Mittel für Frauenhäuser in den Kommunen; Sexismus in der Werbung muß geahndet werden; Geschlechterstereotypen aufgebrochen; Frühwarnzeichen müssen erkannt und ernstgenommen werden. Auch die Behörden müssen bereit sein, zusammenzuarbeiten.
Das Motto von One Billion Rising in diesem Jahr ist „Women on Fire – Ni una menos“ („Frau in Flammen – nicht eine weniger“) und ihr könnt am Samstag, den 14. Februar um 14h auf den Platz der Alten Synagoge kommen und mittanzen. Veranstaltet wird der Tanzflashmob von Frauenhorizonte. Ein öffentliches Tanztraining findet morgen, am 12.2. um 17.00 im Gruppenraum der Baslerstr. 8 statt und ist offen für alle Gender.
Das Projekt One Billion Rising möchte die Ursachen von Gewalt erkennen – benennen – verbannen. „Denn nur, wenn wir das ‚WARUM‘ verstehen, finden wir Wege, den Ursachen und Folgen patriarchaler Gewalt entgegenzuwirken“, heißt es auf der Website. One Billion Rising ist allein durch Crowdfunding finanziert und freut sich über Spenden.
Unter 116 016 und per Online-Beratung auf www.hilfetelefon.de berät das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ – rund um die Uhr, anonym und kostenfrei. Nutzt auch das SOS-Handzeichen, wenn nötig.
Motto 2026: ➡️ Women on Fire – Ni una menos
- Ankündigung Freiburg
- Hier der GEMA-freie Kampagnensong:

