Knapp 87.000 in Baden-Württemberg in der sog. Anschlussunterbringung - Noch immer über 60.000 ohne bearbeiteten Asylantrag!

Knapp 87.000 in Baden-Württemberg in der sog. Anschlussunterbringung - Noch immer über 60.000 ohne bearbeiteten Asylantrag!

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Freiburg kann Anschlussunterbringung in der Bissierstr.: Neu nur mit Zaun abgesperrt Treppenzugang zum ersten Block in südlicher Richtung
Quelle: 
RDL/kmm2016

Gerade einmal 242 Personen ist der volle Status als Asylbrechtigt bis zum 30.6.16 neu erteilt worden. Weiteren knapp 25.000 Personen war immerhin durch die Asylabwehrbehörde BAMF die Flüchtlingseigenschaft nach § 25 Abs2 AufenthaltsGesetz  sowie weiteren 1515  Flüchtlingen bloss subsidärer Schutz zugebilligt worden.
Immerhin können diese knapp 27.000 jetzt versuchen, sich um eine Arbeitsaufnahme bzw. Sprachkurse usw. bemühen bzw. nach zu suchen. Dass  aber bei weiteren 60.291 Personen nur eine  6 Monate dauernde - unsichere - Gestattung nach § 55 AsylG ausgesprochen wurde, offenbart, dass die Mühlen der Abwehrbürokratie des BAMF (CDU) auch noch geraume Zeitpunkt nach dem lang zurückliegenden Scheitelpunkt der Ankünfte noch am mahlen sind.  Nicht aber steht es für effiziente Arbeit, sondern dem gewöhnlichen  Trott der verordneten  Abweisungsmentalität. Sie verurteilt die Geflüchteten zum nervtötenden Warten, Warten und Warten. Verlorene, zermürbende Zeit -oft  in beengtesten Wohnverhältnissen- ohne Sprachkurse, ohne Arbeit .....
Obwohl mittlerweile alle genannten Zufluchtsuchenden schon in die Anschlussunterbringungen auf die Gemeinden verteilt sind!

Diese gerade auch für grünschwarz beschämenden Zahlen, die belegen, dass 10.000 fach die Menschenwürde der Betroffenen  verletzt werden, stammen aus einer Antwort des Innenministeriums. Sie sind von Strobl (CDU) abgezeichnet. Sie beantworten Fragen aus der AfBW Fraktion, die nach Stuttgarter Parteiprogramm  am liebsten eh niemanden die Flüchtlingseigenschaft zubilligen würde und sich zuförderst in Hetze zwecks Abschiebung profilieren.

(kmm)

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