Mexikos Präsident will Entschuldigung Spaniens und des Vatikans für Eroberung

Mexikos Präsident will Entschuldigung Spaniens und des Vatikans für Eroberung

In Briefen an den spanischen König und den Papst hat der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador eine Entschuldigung für die Unterwerfung der indigenen Bevölkerung Mexikos und schwerste Menschenrechtsverletzungen im 16. Jahrhundert gefordert. Zusätzlich veröffentlichte Obrador eine Videobotschaft, in der er seine Vorwürfe untermauert. Mexiko sei mit dem Schwert und dem Kreuz erobert worden, sagte Obrador. „Sie haben ihre Kirchen auf die Tempel gebaut“. Das Video zeigt Obrador vor den Maya-Ruinen von Comalcalco. Obrador versprach, auch er werde sich entschuldigen und zwar für Verbrechen, die nachdem Mexiko seine Unabhängigkeit von Spanien erreicht hatte, an indigenen Völkern und anderen Minderheiten begangen wurden.

Die spanische Regierung lehnte eine Entschuldigung ab und bedauerte, dass López Obrador den Inhalt des Schreibens öffentlich gemacht habe. Die, Zitat: „Ankunft“, der Spanier in Mexiko vor 500 Jahren könne aus zeitgenössischer Sicht nicht beurteilt werden. Die Antwort erfolgte erst auf das Video. Der Brief war bereits vor 4 Wochen eingegangen, wurde aber von Spanien, mit Schweigen übergangen. Von einer Stellungnahme des Vatikans war zunächst nichts bekannt.