Syrien: heftige Kämpfe auch im Süden des Landes, Erdogan kündigt weitere Eroberungen an

Syrien: heftige Kämpfe auch im Süden des Landes, Erdogan kündigt weitere Eroberungen an

Die türkische Armee hat in Syrien ihre vierte Offensive in Syrien gestartet. Diesmal gegen die Truppen der Regierung von Baschar al-Assad. Ziel ist es angeblich wie von Präsident Erdogan angekündigt, das Regime im Rebellengebiet Idlib wieder auf die Demarkationslinie vom August letzten Jahres zurückzudrängen. Die Kämpfe am Boden sind dabei vorallem islamistischen Rebellengruppen überlassen, die von der Türkei mit Kampfdrohnen, Artillerie und Raketen unterstützt werden. Umgekehrt versucht die syrische Armee mit Hilfe der russischen Luftwaffe, die an einer wichtigen Straßenkreuzung gelegene Stadt Saraqib zurückzuerobern.

 

Gleichzeitig mit dem Beginn der türkischen Offensive im Norden haben Rebellen im Süden des Landes überraschend Teile der Stadt Dara'a besetzt. Auch in der Region Dara'a gibt es wieder Kämpfe.

 

Erdogan hat gestern auch angekündigt, dass es ihm nicht nur um Idlib geht. Er besteht auch weiterhin auf einem Grenzstreifen von 30 km Länge entlang der gesamten syrisch-türkischen Grenze als sogenannter Sicherheitszone. In diesem Gebiet liegt auch die Großstadt Qamischli, das Zentrum der kurdischen Selbstverwaltung in der Region. In den bisher von der Türkei besetzten Gebieten wurde die kurdische Bevölkerung entweder teilweise oder ganz vertrieben. Das gleiche gilt für religiöse Minderheiten in der Region. Die Verbliebenen sind in vielen Fällen der willkürlich von Erdogans islamistischen Hilftruppen ausgeliefert.