Demo für Gerechtigkeit und Demokratie und gegen Umweltzerstörung in Togo: Was hat Heidelberg mit den Missständen in Togo zu tun?

Was hat Heidelberg mit den Missständen in Togo zu tun?

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Quelle: 
Aktion Bleiberecht

„Die Westküste in Togo erodiert. Zehntausende Menschen sind davon betroffen und verlieren ihre Häuser. Zum einen ist die Tatenlosigkeit des Gnassingbé Systems daran schuld, aber auch der steigende Meeresspiegel, der die Erosion verstärkt. Das togoische Staatsunternehmen Société Nouvelle Phosphates du Togo leitet seit Jahrzehnten verschmutztes Abwasser von den Phosphatminen in den Atlantik, mit schlimmen Folgen für das maritime Ökosystem. In Deutschland wird der Phosphat-Dünger großflächig in der Landwirtschaft eingesetzt.

HeidelbergCement einer der größten Auslandsinvestoren baut in Togo Kalk auf einer Fläche von 14,1 km² für die Zementproduktion ab. Etwa 8 Prozent der weltweiten CO2Emissionen wird durch die Zementherstellung verursacht. Bei der Verbrennung, um Zementklinker herzustellen, verwendet HeidelbergCement in Togo Rohkohle. Es gibt aber auch Berichte von Arbeitskämpfen bei Scantogo (HeidelbergCement) in Togo und vom Einsatz Leiharbeiter durch Subunternehmen unter äußerst prekären Arbeitsbedingungen.“

Soweit ein Ausschnitt aus dem Aufruf eines breiten Bündnisses, das gegen diese Zustände zu einer Demonstration am Samstag, den 15. Februar, in Heidelberg aufruft. Rouby, Redakteurin von Our Voice bei RDL, ist an der Organisation beteiligt und hat bei Our Voice Auskunft gegeben. Hier hört Ihr das Interview in übersetzter Fassung.

Start der Demonstration: 15. Februar 2020, 13 Uhr Hauptbahnhof in Heidelberg.