Flüchtlingsfamilien-Notunterkünfte: Weingartener Bruddler für Parkplatz an Besanconalle

Flüchtlingsfamilien-Notunterkünfte: Weingartener Bruddler für Parkplatz an Besanconalle

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Parkplatz am Verkehrsknoten als Flüchtlings-Familienunterkunft
Quelle: 
RDL/kmm 2014

Gut 200 kamen am Donnerstag. den 11.September 14 ins Glashaus auf den Rieselfeld. Zwar mehr aus dem Rieselfeld, doch das Wort führten die Weingartnerin. Lange Vorträge über den vermeintlichen sozialen Brennpunkt Weingarten - wie schon mal zu einem Platz für Flüchtlinge am Rankackerweg auf der Haid. Gleichsetzung von Flüchtlingen mit Kriminalität - wie durch Polizeirazzien beweisen ! -, daß selbst dem Sozialbürgermeister der Kragen platze. Dazu eine Weingartner Pfarrerin, die den verkehrsintensivsten Standort zwischen Weingarten und dem Rieselfeld, einen Parkplatz an der Kreuzungseinfahrt zum Rieselfeld (!), auf dem ca 10 Familen Notaufnahme in Freiburg finden soll, als gut gewählt und geplant  bezeichnete. Heftig unterstützt vom BürgerInnenvereinsvorsitzenden des Rieselfeld, Rössler (SPD),
Böswillig könnte mensch sagen , möglichst weit weg von jeder Wohnungsbebauung beider Stadtteile war den Wortführern gerade recht. Sei es nur, um dann besser "integrieren" (!) zu können. Mit mehr Beleuchtung und einem Sicherheitsdienst versteht sich - mal zum Schutz der oder auch mal vor den Flüchtlingen. 
Zwar kamen auch vereinzelte Stimmen zu Wort, die den Parkplatz in Notunterkunftscontainern als als für Familien untauglich bezeichneten, auch wurde als Alternative das Gelände in Verlägerung des neuen Sportplatzes von Sport vor Ort im Rieselfeld wiederholt ins Spiel gebracht,  Die städtische Politik  scheint allerdings aus dem alleinstehenden Urteil des VGH Mannheim (keine Flüchtlingsunterbringung in Gewerbegebieten) und den Hinweisen des Regierungspräsidium, vor allem auf öffentlichen  Verkehrflächen-Plätzen  3 bis 5 jährige Ausnahmegenehigungen für "fliegende Bauten"  - das sind die Containernotunterkünfte - zu erteilen, allein auf Parkplätze fixiert zu sein scheint. So wurde eben nur noch geprüft, zum einen der P+R Platz bei der Walddorfschule an einen der zwei südlichen Verkehrseingänge des Rieselfeldes von der Opfinger Str. und dann der favorisierte Parkplatz für die Kleingärtner des Dietenbachs.
Da der P*R-Platz aber  mehr genutzt wird und auch Einsprüche aus der Wohnbevölkerung befürchtet wurden, blieb es beim Park-Platz der Kleingärtner.  Der soll -so in Antizipation der Kleingärtnereinwände - aber teilweise auch noch als Parkplatz  weiter genutzt werden !.
Die vielen hilfsbereiten Stimmen - gerade auch aus dem Rieselfeld - wären gut beraten, im Sport vor Ort Verein und namentlich im Bürgerinnenverein, die bisher schmähliche Rolle der Wortführer anzugehen.
Fakt ist doch: Wenn es schon erforderlich sein soll, ab November eine Container Notunterkunft aufzubauen, würde sie erkennbar besser in der Verlängerung des Sportgeländes des SVO Rieselfeld nach Westen  passen. Hier könnten Kirchengemeinden , Anwohnerinnen, Schulen und  Sportverein wirklich zeigen, das vermeintliche Soldarität anders geht, als abzuschieben in ein lämintensives Parkplatz- "Niemandsland".

Hinzu kommt aber auch: ohne das die städtische Politik und ihre Gesellschaften endlich auf einen Kurswechsel in der Mieten- wie Neubaupolitik  verpflichtet wird, ist alles nur Stückwerk. Integration beginnt auch beim Bauen und vermieten.

(kmm)