Die Kampagne 120 Dezibel spricht über sexualisierte Gewalt - aber nur von Zuwanderern: Wenn Rechte Feminismus versuchen

Wenn Rechte Feminismus versuchen

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Pfefferspray
Tragen Identitäre angeblich statt Deo in der Tasche und verteilen sie auch gerne.
Quelle: 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f4/Pfefferspray-2.jpg

Es gibt ein kleines Gerät die Hosentasche, einen sogenannten Taschenalarm, der im Notfall ein lautes Signal auslöst. Der Alarm hat eine Lautstärke um die 120 Dezibel. Nach ihm nennt sich eine Online-Kampagne 120 Dezibel.
Die Kampagne will sexuelle Gewalt sichtbar machen, darin ähnelt sie der #metoo-Debatte oder dem #aufschrei. Im Unterschied dazu thematisiert 120 Dezibel aber nur Gewalt von Migranten. Eine Diskussionsveranstaltung auf der Berlinale zu #metoo unterbrachen sie, indem sie auf die Bühne gingen und einen Taschenalarm auslösten.
Die Kampagne hat auf ihrer Seite ein Video. Darin bezeichnen sich junge Frauen unter anderem als Maria, also als die ermordete Studentin aus Freiburg. Sie sagen, dass sie sich nicht sicher fühlen, weil sie nicht geschützt werden. Der Grund sind ihrer Meinung nach Migranten. Da überrascht es nicht, dass Martin Sellner von den Identitären die Kampagnen-Seite angemeldet hat. Über 120 Dezibel spricht Judith Goetz aus Wien, eine der Autor*innen von Untergangster des Abendlandes über die Identitären. Es gibt mittlerweile #No120db. Darunter rappt Sookee gegen die Kampagne.