Wohnungspolitik in Freiburg: Wir bedienen das Luxussegment… ein paar Krümmel werden schon bei den Ärmeren ankommen

Wir bedienen das Luxussegment… ein paar Krümmel werden schon bei den Ärmeren ankommen

Am Mittwoch den 28. September lud die Stadt Freiburg zur Pressekonferenz zum Thema Wohnen. In der Vergangenheit hatte sich selbst die BZ über die Untätigkeit des Bündnisses für Wohnen mokiert. Nun wollten Oberbürgermeister Salomon, Baubürgermeister Haag, Finanzbürgermeister Neideck und Sozialbürgermeister Kirchbach diesem Eindruck entgegentreten und präsentierten zahlreiche kommende Baustellen in Freiburg. Fast 260 Tausend Menschen könnten Prognosen zufolge bis 2030 in Freiburg wohnen. Gerade angesichts der steigenden Mieten gilt es, endlich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In der Pressekonferenz schien Neubau, Neubau, Neubau aber weiterhin die einzig vorstellbare Lösung zu sein.

Das Einhalten der 50 Prozent Quote an sozialen Wohnungsbau, die Einführung einer Vorgabe keine städtischen Grundstücke mehr an Investoren zu verkaufen, oder endlich den Beschluss zu kippen, dass Mieten der Stadtbau, wenn sie nicht mehr sozialgebunden sind, an den Mietspiegel herangeführt werden. Solche Punkte, Eingriffe in den heiligen Markt scheinen weiterhin nicht auf der Tagesordnung zu stehen.