Neukonzeption der Freiburger Stadtbau: Bezahlbares Wohnen nur mit Wohngeldanträgen?

Bezahlbares Wohnen nur mit Wohngeldanträgen?

Am Freitag den 6. März präsentierte die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Stadtbauspitze in einer Pressekonferenz ihre Vorstellungen zur Neukonzeption der Stadtbau, nach dem Anfang Februar der Gemeinderat in einer nicht öffentlichen Klausur darüber informiert worden war. Die Angleichung der Stadtbaumieten an den Mietspiegel soll endlich fallen und das Verhältnis von Miet- zu Eigentumswohnungen soll von 60/40 zu 75/25 verändert werden. Man wolle unter dem Strich bis 2030 1000 Wohnungen mehr im FSB Bestand haben. U.a. sollen diese Wohnungen beim Neubau des Metzgergrüns entstehen. Zudem kündigte die Stadtverwaltung an, dass es zukünftig individuelle Miethöhen, abhängig vom Einkommen geben soll. Mieten sollen nicht erhöht werden, wenn die Kaltmiete 30 Prozent des Haushaltseinkommens übersteigen würde. Ca. 1/3 der Mieten würden über Sozialleistungen finanziert. Da die Stadtverwaltung hier den Bund nicht auf Kosten des städtischen Haushaltes entlasten will, soll wohl eher bei den anderen Wohnungen auf Mieterhöhungen verzichtet werden. Insgesamt soll die Stadtbau im Durchschnitt der Wohnungen 25 % unter der ortüblichen Vergleichsmiete bleiben. Kurz nach der Pressekonferenz haben wir im Mittagsmagazin die Pressekonferenz zusammengefasst: 12:35

Auf der Pressekonferenz haben wir auch nach weiteren Privatisierungsprojekten gefragt, bei denen die MieterInnen oftmals verdrängt werden. Matthhias Müller, Leiter der Projektgruppe der FSB, rechtfertigte solche Projekte unter dem Stichwort "soziale Durchmischung". 0:56

Im Anschluss an die Pressekonferenz haben wir uns auch mit Oberbürgermeister Martin Horn unterhalten: 6:35