Zwischen Denunziation und Menschlichkeit - bisher unbekanntes über die Deportation nach Gurs

Zwischen Denunziation und Menschlichkeit - bisher unbekanntes über die Deportation nach Gurs

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Skulptur eines Koffers in Gurs
Quelle: 
Wikipedia, Foto von Jean Michel Etchecolonea

Am 22. Oktober 1940 wurden die Jüdinnen und Juden aus dem Saarland, der Pfalz und Baden, insgesamt über 6500 Personen in das Lager Gurs in der Nähe von Toulouse deportiert. Es war die erste Deportation aus Deutschland. Viele Deportierte starben schon in Gurs, fast alle anderen später in den Mordlagern im Osten. Auf Anregung des französischen Historikers Jean-Francois Mavel und auf Einladung der Gemeinde Montauban (Vorort von Toulouse) hat die Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde Freiburg, Irina Katz eine Reise nach Montauban, Toulouse und Gurs unternommen. Begegnet ist sie unter anderem dem Schicksal ihres Vorgängers Julius Bloch, der in Toulouse starb und des französischen Polizisten Jean Philippe, der tat was er konnte, um den Juden zu helfen, worauf er von Vichy-französischen Stellen verraten, Verhaftet und in Freiburg zum Tode verurteilt wurde. Das Todesurteil wurde schließlich in Karlsruhe vollstreckt. Dieses und mehr erzählte Irina Katz Radio Dreyeckland.

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