Bundeszentrale für Politische Bildung will skandalöses Extremismusvideo nun doch "überarbeiten"

Bundeszentrale für Politische Bildung will skandalöses Extremismusvideo nun doch "überarbeiten"

Am Donnerstag hatte ein Sprecher der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) ein Video zum Thema Extremismus im Interview mit Radio Dreyeckland noch engagiert verteidigt (Beitrag RDL). Das Video, dass sich vor allem an junge Menschen richtet, beginnt mit dem schwer erträglichen Satz: "Es herrscht Bombenstimmung in Deutschland. Die Linken fackeln Luxuskarossen ab und die Rechten kontern mit den sogenannten Dönermorden". Das so vorgegebene Niveau der Geschichtsklitterung wird in den folgenden 2:30min mit einer platten Wiedergabe der vom Verfassungsschutz geliebten Extremismustheorie dann auch solide eingehalten. Heute hat auch die Seite Publicative.org über das Video berichtet. Nach zahlreichen wütenden Reaktionen auf deren Seite von Facebook, hat die bpb dort nun kommentiert: "Wir werden zwar bereits 60, aber jede Form des Altersstarrsinns ist uns fremd. Unsere Intention bezüglich des Videos ist offensichtlich nicht verstanden worden und insbesondere die Formulierungen "kontern" und "Dönermorde" sind unglücklich gewählt. Aus diesem Grund hat die Redaktion entschieden, das Video zu überarbeiten." Das Video ist aktuell online nicht mehr verfügbar. Für eine Stellungnahme hat RDL am Freitag Nachmittag in der Pressestelle der bpb niemanden mehr erreicht.

Update: Eine Kopie des Videos ist aktuell hier bei Youtube zu sehen. Auf dem Youtube-Channel der bpb gibt es auch eine etwas längere "Erklärung" zu dem Video.

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