"Der Bürger hat hier schon lange keine Rechte mehr" - Proteste gegen Sparmaßnahmen in Rumänien

"Der Bürger hat hier schon lange keine Rechte mehr" - Proteste gegen Sparmaßnahmen in Rumänien

Interview mit Philipp vom Kinderhilfe-für-Siebenbürgen e.V. anlässlich der derzeit stattfindenden Proteste in Rumänien

In Rumänien finden seit letztem Donnerstag, den 12. Januar 2012, Proteste gegen Sparmaßnahmen und Reformen im Gesundheitssystem statt. Auslöser der Demonstrationen war ein Gesetzesvorschlag zur Privatisierung des Rettungsdienstes und der darauf folgende Rücktritt des beliebten Politikers und Gründers des Rettugsdienstes Raed Arafat. Die Proteste erlangten europaweite Aufmerksamkeit, nachdem es am Sonntag, 15. Januar, zu Ausschreitungen in Bukarest kam. Die Demonstrierenden hatten eine Polizeiabsperrung durchbrochen; in den Medien wurde die Schuld "randalierenden Hooligans" zugeschoben. Ungeachtet dessen laufen die Proteste weiter. Am Donnerstag, den 19. Januar fand in Bukarest eine zentrale Großdemo mit ca. 7000 Menschen statt. Die Proteste richten sich nicht nur gegen die Privatisierung des Gesundheitssystems sondern auch gegen den allgemein fortschreitenden Sozialabbau - seien es Lohnkürzugen im öffentlichen Dienst, eingefrorene Renten oder die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Rumänien befindet sich seit 2009 unter der Fuchtel des IWFs. Die gesamtwirtschaftliche Bilanz des Landes ist zwar relativ stabil, die Menschen merken davon jedoch nichts. Im Interview wird zudem auf die besonders prekäre Situation der Roma-Minderheit und den ausgeprägten Rassismus in der rumänischen Gesellschaft eingegangen.

Weitere Informationen zu Rumänien abseits der Mainstream-Presse finden sich auch auf folgendem deutsch- und englischsprachigen anarchosyndikalistischen Blog (www.asinforomania.wordpress.com).

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

RDL ist freies, nicht-kommerzielles Radio. Wir wollen keine Abhängigkeit von Werbung und Quote. Wir unterbrechen euch beim Hören nicht durch Werbegedudel. Trotz eines Zuschuss durch die Medienbehörde sind wir bei der Finanzierung unseres Radioprogramms und unserer Homepage auf eure Unterstützung angewiesen.

Durch eure Spende oder Mitgliedschaft im Freundeskreis von Radio Dreyeckland stärkt ihr freie Medienarbeit.

Spenden sind steuerlich absetzbar!

 

 

Kasse leer: Radio Dreyeckland 

Volksbank Freiburg,

IBAN: DE14 6809 0000 0009 3493 16

BIC: GENODE61FR1

Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Für Zusendung der Spendenbescheinigung bitte Adresse angeben.

Besser gleich Mitglied werden!

Für monatlich 5,50 € (erm. 3,- €) Mitglied im Freundeskreis werden!

Beitrittsformular zum Ausdrucken: Anmeldeformular.pdf