Sâmia Bomfim vs.Danilo Gentili: Bundesverfassungsgericht in Vitória im Südosten Brasiliens bestätigt die Verurteilung wegen Dickenfeidlichkeit und Misogynie

Bundesverfassungsgericht in Vitória im Südosten Brasiliens bestätigt die Verurteilung wegen Dickenfeidlichkeit und Misogynie

Eine gute Nachricht: Der Stand-Up-Comedian, Schauspieler, Cartoonist und Moderator Danilo Gentili wurde vom brasilianischen Bundesverfassungsgericht zur Zahlung von 20.000 R$ Schmerzensgeld wegen misogyner und dickenfeindlicher Beleidigungen verurteilt. Betroffen war die PSOL-Bundespolitikerin Sâmia Bomfim. Die damalige Stadträtin in São Paulo hatte im Mai 2022 Klage eingereicht.

Das Gericht wies am 12. August in einer virtuellen Sitzung einstimmig die von Gentili eingelegte Berufung zurück und bestätigte so die Entscheidung des Gerichtshofs von São Paulo.

Demnach postete Gentili zum ersten Mal am 10. August 2018 Beleidigungen in den sozialen Medien. Später folgten weitere Beiträge über Jahre hinweg, die im Internet weiterhin verfügbar blieben. Das Gericht ordnete nun die Löschung der als beleidigend angesehenen Beiträge an.

Nach Ansicht der Richter standen die Beiträge nicht mehr im Zusammenhang mit Sâmias politischer Tätigkeit, sondern stellten persönliche Angriffe dar. Das Gericht stellte fest, dass die Veröffentlichungen weder von öffentlichem Interesse waren noch einen Bezug zu dem von ihr bekleideten Amt hatten und dass Gentili damit die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten habe.

In erster Instanz war die Klage gegen Gentili zunächst abgewiesen worden.

Autor*in

dm