121 Personen aus Baden-Württemberg, davon 100 aus der Karlsruher LEA, in den Kosovo abgeschoben

121 Personen aus Baden-Württemberg, davon 100 aus der Karlsruher LEA, in den Kosovo abgeschoben

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Abgeschobene Familien vor Abflug am 24.02. am Baden-Airpark
Abgeschobene Familien vor Abflug am 24.02. am Baden-Airpark
Quelle: 
Stefan Huber

Am heutigen Dienstag, den 28 April, wurden nach Auskunft des zuständigen RegierungspräsidiumKarlsruhe, insgesamt 121 Menschen in den Kosovo abgeschoben. Der Flug startete gegen 10.20 Uhr vom Baden-Airpark. Diese relativ große Sammelabschiebung betraf ausschließlich Personen aus dem grün-rot regierten Baden-Württemberg. Aus Freiburg wurde diesmal laut RP niemand abgeschoben. Erst am Donnerstag, den 16. April waren 59 Menschen mit einer Sammelabschiebung vom Baden-Airpark in Richtung Serbien und Mazedonien abgeschoben worden.

Auch in der verregneten Nacht auf den heutigen Dienstag hatten vor 4 Freiburger Flüchtlingswohnheimen Mahnwachen gegen die Abschiebung stattgefunden. Auch in Heidelberg gab es eine solche Mahnwache, die sich mit einem größeren Polizeiaufgebot konfrontiert sah.

Update: 13.35 Uhr

Rund 100 der Betroffenen wurden nach Informationen des RP Karlsruhe aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe und ihren Außenstellen abgeschoben. Dies zeigt erneut die enge Verbindung zwischen der Einrichtung von solchen LEAs und der verstärkten Abschiebepolitik. Ob den Betroffenen wie zuletzt, auch diesmal, das Recht einen Asylantrag zu stellen verwehrt oder zumindest erschwert wurde, ist noch nicht bekannt.

(FK)