Amnesty International kritisiert "Normalisierungsoperationen" an intergeschlechtlichen Kindern in Deutschland und Dänemark

Amnesty International kritisiert "Normalisierungsoperationen" an intergeschlechtlichen Kindern in Deutschland und Dänemark

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert "Normalisierungsoperationen" an intergeschlechtlichen Kindern in Deutschland und Dänemark. Dies geht aus einem Bericht hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Säuglinge und Kinder unter 10 Jahren, die weder den männlichen noch den weiblichen körperlichen Stereotypen entsprechen, würden häufig hormonell behandelt oder Genitaloperationen unterzogen. Sobald diese Operationen nicht akut medizinisch notwendig seien, handele es sich um Verstösse gegen die Grundrechte der Betroffenen wie etwa die Rechte auf Gesundheit und auf Selbstbestimmung. Denn diese Operationen seien häufig unberechtigt, invasiv und traumatisierend. Eltern und Betroffene bekämen nicht genug Informationen und psychologische Betreuung über die Folgen solcher Eingriffe.

Amnesty International fordert die Bundesregierung dazu auf, solche Eingriffe nur in Notfällen zuzulassen, und mit der Behandlung zu warten, bis das Kind reif genug ist, darüber mitzuentscheiden.