Von Saxo-Silesia bis Combat 18: Autonome Antifa berichtet von Nazikontakten der "Junges-Freiburg"-Vorsitzenden Kathrin Vogel

Autonome Antifa berichtet von Nazikontakten der "Junges-Freiburg"-Vorsitzenden Kathrin Vogel

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Die jährlichen Geburtstagsgrüße an Nazi Philipp Mang
Quelle: 
Autonome Antifa Freiburg

Die Vorsitzende von "Junges Freiburg", Kathrin Vogel, die als mögliche Kandidatin der Liste für die kommenden Gemeinderatswahlen gehandelt wird, habe in ihrer Vergangenheit und teils bis heute enge Kontakte in stramm rechte Kreise, berichtet die Autonome Antifa Freiburg in einer Pressemitteilung (Communique). Kathrin Vogel, die früher den Namen Kathrin Kaltenhäuser getragen habe, habe in ihrer Schulzeit in der südlichen Ortenau in einem Nazi-Freundeskreis verkehrt. Befreundet sei sie u.a. mit Philipp Mang gewesen, der u.a. bei "Combat 18", dem bewaffneten Arm der Neonaziorganisation "Blood and Honour" aktiv sei, und mit Nicolai Hessmann, der versucht habe, einen NPD-Ortsverband Ortenau aufzubauen. Nach wie vor dauere die Freundschaft mit "Michael Empunkt" an, der Teil der Naziband "Aufbruch" sei.

Die Autonome Antifa widerspricht auch der gegenüber RDL geäußerten Einschätzung der Stadträte von Junges Freiburg, Kathrin Vogels Mitgliedschaft bei der Damenverbindung Merzhausia (sie sei dort keine "Aktive" mehr, aber auch noch keine "Hohe Dame", d.h. das Pendant zum "Alten Herrn" in Männerverbindungen) sei unproblematisch. Die Autonome Antifa weist auf die exklusiven und hierarchischen Strukturen der Merzhausia hin und zeigt die Karrieren einiger "Hohen Damen" der Merzhausia auf sowie deren enge Verbindungen zu rechten Burschenschaftlern. So berichtet die Autonome Antifa von Sarah Fengler und Christiane Korell, die zugleich Merzhausinnen und AfD-Mitglieder seien, von Merzhausinnen, die zugleich "Couleurdamen" der extrem rechten Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia seien, wie Isabel Seitz, der Ex-Frau des AfD-Bundestagsabgeordneten Thomas Seitz, oder der heutigen Leiterin des Donaueschinger Amtsgerichts, Birgit Reerink, und von der Merzhausin Tanja Schneider, die heute beim Landesamt für Verfassungsschutz beschäftigt sei (das, welch ein Zufall, Verbindungen nicht für beobachtenswert hält). Bei verschiedenen gemeinsamen Feierlichkeiten demonstriere die Merzhausia ihre Nähe zu den Burschenschaften und anderen Damenverbindungen und spiele eine aktive Rolle. Auch in der internen Facebookgruppe "Freiburger Korporierte", die vom Vizevorsitzenden der "Jungen Alternative" Reimond Hoffmann erstellt worden sei, sei die Merzhausia eingebunden.
In der Pressemitteilung wird auch die aktive Rolle der Merzhausia bei den gescheiterten Versuchen Freiburger Korporationen rekonstruiert, den Studierendenrat der Uni Freiburg zu 'übernehmen'. Kathrin Vogels kritische Distanz zu diesen Kreisen sieht die Autonome Antifa nicht. Beispielsweise habe sie sich an der Facebookgruppe "Freiburger Korporierte" beteiligt und habe erst vor ca. einem Jahr wegen eines Aufklebers gegen den Freiburger Burschenschaftsball ("Studentenball") am 27. Januar 2018 (!) eine Strafanzeige empfohlen.

"(...) keine Verbindungsstudentin kann links sein. Strukturell reaktionäre Organisationen sind nicht reformierbar und Elitarismus widerspricht emanzipatorischer Politik. Da Vogel ihre wahre Gesinnung versteckt und mit rechten Korporationen paktiert, ist sie eine Gefahr für alle, die in diesen Zeiten ins Visier der Rechten geraten", so die Autonome Antifa Freiburg in ihrem abschließenden Statement.