Bilder aus dem Grauen von Gurs, bewahrt von einer mutigen Frau

Bilder aus dem Grauen von Gurs, bewahrt von einer mutigen Frau

Warten auf die Abendsuppe.jpg

Warten auf die Abendsuppe, Julius C. Turner, Gurs, 1941
Quelle: 
Elsbeth Kasser Stiftung

Am 22. Oktober 1940 wurde die jüdische Bevölkerung Badens und der Saarpfalz plötzlich deportiert und fand sich im südfranzösischen Lager Gurs wieder, wo im anschließenden Winter 1300 Menschen starben. Später wurde die Mehrheit der internierten Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager deportiert. Eine engagierte Krankenschwester, Elsbeth Kasser blieb nach einem Hilfstransport einfach im Lager, um zu helfen so gut sie konnte. Sie richtete eine Schule ein und ermutigte gefangene Künstler und Kinder zu Zeichnungen und Bildern, die sie später aus dem Lager schmuggelte. Radio Dreyeckland sprach mit Therese Schmid-Ackeret, die zu Elsbeth Kassers Leben und ihren verschiedenen Einsätzen geforscht hat. Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien aus der Sammlung von Elsbeth Kasser werden vom 23. Oktober bis 13. November in den Räumen der Sparkasse Freiburg ausgestellt. Eröffnung der Ausstellung ist am heutigen Donnerstag um 20 Uhr. Jeden Freitag um 14 Uhr führen SchülerInnen der Lessingschule durch die Ausstellung.