Britische Bank soll Unterdrückung der Demokratie-Bewegung in Hongkong unterstützt haben

Britische Bank soll Unterdrückung der Demokratie-Bewegung in Hongkong unterstützt haben

Der Leiter der britischen Großbank HSBC, Noel Quinn musste sich am Dienstag vor dem Auswärtugen Ausschuss des britischen Parlaments wegen der Rolle der HSBC bei der Untersrückung der Demokratiebewegung in Hongkong verantworten. Quinn sagte, seine Bank sei gesetzlich gezwungen gewesen, die Konten einiger Vertreter*innen der Demokratiebewegung zu sperren. Außerdem wurde Quinn vorgeworfen, die Bank habe das zur Unterdrückung der Demokratiebewegung gemachte neue Sicherheitsgesetz für Hongkong ausdrücklich begrüßt. Darauf antwortete Quinn, der Bank sei es nur um Stabilität gegangen.

 

Die Abgeordneten waren über Parteigrenzen hinweg nicht zufrieden mit dem was sie von Quinn hörten. Der walisische Labour-Abgeordnete Chris Bryant sagte, die Bank operiere nach dem Grundsatz: „Hör nichts Böses, seh nichts Böses“. Der konservative Abgeordnete Andrew Rosindell warf der Bank einen „Doppelstandart“ aus „Heuchelei und Appeasement“ vor.

 

Die HSBC wurde vor 155 Jahren in der damaligen britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie ist heute die sechstgrößte Bank der Welt. Ihren Hauptsitz hat die HSBC in London. Der Ruf ist indessen nicht so gut wie das Geschäft. Die HSBC musste mehrmals hohe Strafen wegen der Beteiligung an Geldwäsche und Wechselkursmanipulationen zahlen.