Französische Regierung verabschiedet Dekret zur Schliessung des AKW Fessenheims: BUND "enttäuscht über den Inhalt dieses Dekrets"

BUND "enttäuscht über den Inhalt dieses Dekrets"

Die französische Regierung hat am Wochenende das Schliessungsdekret für das Atomkraftwerk Fessenheim verabschiedet, das älteste französische Atomkraftwerk, das noch in Betrieb ist. Damit fängt sie in letzter Minute an, ein Wahlversprechen von Präsident Hollande einzulösen. Das Dekret wurde kurz nach einer Entscheidung des Aufsichtsrates des Energieriesen EDF verabschiedet, und übernimmt auch alle Bedingungen der EDF-Entscheidung. Radio Dreyeckland hatte letzte Woche in den Nachrichten darüber berichtet. EDF hatte beschlossen, den Stilllegungsantrag erst dann zu stellen, wenn die Inbetriebnahme des neuen Atomkraftwerks in Flamanville in der Normandie unmittelbar ansteht. Und die zweite Bedingung war, dass der Anteil des Atomstroms dadurch nicht unterhalb von rund 60 Prozent der Produktion sinken soll. Über die Bedeutung dieser Entscheidung sprachen wir mit Franz Pöter, dem Energieexperten des Umweltschutzverbands BUND Baden-Württemberg. Wir haben ihn zunächst gefragt, wie er darauf reagiert, dass die französische Regierung mit dem Schliessungserlass endlich eine langjährige Forderung des BUND umsetzt.