KritikerInnen wurden bei Rückgabe von Schädeln aus Namibia ausgeschlossen: Bundesregierung will Versöhnung ohne Reparationen

Bundesregierung will Versöhnung ohne Reparationen

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Kundgebung anlässlich der Schädelrückgabe in Berlin für eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung
Quelle: 
Joachim Zeller
„Wir wollen die kulturelle Zusammenarbeit mit Afrika verstärken und einen stärkeren Kulturaustausch befördern, insbesondere durch die Aufarbeitung des Kolonialismus.“ So heißt es im neuen Koalitionsvertrag. Jetzt ist hinsichtlich dieser Zielsetzung tatsächlich wieder etwas passiert: Am letzten Mittwoch wurden in Berlin zum 3. Mal Gebeine, die zu Zwecken der „Rassenforschung“ während vor, oder nach der deutschen Kolonialzeit in Namibia nach Deutschland kamen, an eine namibische Delegation zurückgegeben. Julia Rensing von freiburg-postkolonial hat an der Gedenkzeremonie teilgenommen und die weiteren Entwicklungen seither beobachtet.