Waldbrände im Amazonas-Regenwald: "Das Mercosur-Freihandelsbkommen ist ein Treiber für die Zerstörung des Waldes"

"Das Mercosur-Freihandelsbkommen ist ein Treiber für die Zerstörung des Waldes"

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Waldgebiet, das in Freifläche übergeht.
Quelle: 
pixabay.com

Dieses Jahr brennen so viele Flächen im Amazonas-Gebiet wie lange nicht mehr. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ermutigt mit seiner Politik Großgrundbesitzer*innen, Landflächen abzubrennen, um ihre landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen. Auf diesen Flächen wachsen unter anderem die Produkte, die auf den europäischen Markt exportiert werden. Mit dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) sollen diese Importe weiter steigen. Wenn europäische Politiker*innen wie zum Beispiel Emmanuel Macron dann sagen, dass "unser Haus" brennt, ist das wenig glaubwürdig.

Das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten dürfe die EU auf keinen Fall unterzeichnen, sagt Thomas Fatheuer im Interview mit Isabel. Er arbeitet als freier Autor zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes und leitete viele Jahre die Heinrich-Böll-Stiftung in Rio de Janeiro.