Der Kampf gegen Genitalverstümmelung ist ein komplexes Problem

Der Kampf gegen Genitalverstümmelung ist ein komplexes Problem

Frau mit Broschüre_0.jpg

Frau in Irakisch-Kurdistan blättert in eienr Broschüre, die über ein Gesetz gegen Genitalverstümmelung informiert (kein aktuelles Foto)
Quelle: 
Wadi

In nur 15 Jahren ist es den Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation Wadi gelungen, die Praxis der Genitalverstümmelung von Frauen in der irakisch-kurdischen Region Germian praktisch zum Verschwinden zu bringen. Dies war unter anderem möglich weil sich Wadi nicht nur um Genitalverstümmelung kümmerte, sondern einen viel umfassenderen Ansatz hat. Dass es in Teilen Kurdistans Genitalverstümmelung überhaupt gibt, erfuhr Wadi überhaupt erst nach Jahren. Radio Dreyeckland sprach mit Hannah Wettig, Leiterin der Kampagne Stop FGM Middle East & Asia. Hannah gibt auch einen Überblick über Entwicklungen im Kampf gegen FGM (Female genital mutilation). Wichtig findet sie, dass die Betroffenen nicht ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Insbesondere bei Migranten/innen kann das sogar negative Auswirkungen haben. Hochgerechneten Statistiken, die immer wieder eine Zunahme von FGM unter migrantischen Communities anzeigen sollen, steht sie skeptisch gegenüber: "Woher wissen die das?"