Bericht aus Rojava: Als Arzt im Kriegsgebiet: "Die Situation degeneriert"

"Die Situation degeneriert"

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Panzer und Soldaten der YPG
Tal Tamer: Die Stadt aus der wir Berichte bekommen war bereits 2015 Schauplatz heftiger Gefechte; im Bild Kämpfer der YPG
Quelle: 
VOA

Seit dem 22. Oktober war eine Delegation von Ärzten und Ärztinnen aus Schweden, Dänemark und der Schweiz in Syrien zu Besuch, um bei der Versorgung von Verletzten zu helfen und von der Situation zu berichten.

Georg, ein deutscher Arzt, war mit uns im Kontakt, und hat uns via Sprachnachrichten auf dem Laufenden gehalten. Er war in Tal Tamr, einer Stadt im Nordosten Syriens, wo seit der türkischen Invasion täglich Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Er berichtet von seiner Arbeit, den Umständen der Krankenversorgung vor Ort, und den vielen Opfern, die der Vormarsch von türkischen und dschihadistischen Gruppen fordert.

Zuletzt erfahren wir am Mittwoch, 30. Oktober, von ihm, dass die Situation in Tal Tamer sich rapide verschlechtert und die Ärztedelegation ihre planmässige Rückreise antritt. Währenddessen finden nur wenige Kilometer von Tal Tamer entfernt heftige Gefechte zwischen Syrisch-Demokratischen Kräften (QSD) und vorrückenden Milizen im Auftrag der Türkei statt.