"Ich will kein Teil dieses kolonialen Systems sein": Doch nicht ausgereist

Doch nicht ausgereist

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Marie mit Kollegin Lena
Quelle: 
http://lovisaufbruch.de

Voluntourism und Freiwilligendienste im globalen Süden - wenn Freiwillige ihre Reise selbstkritisch betrachten: Immer mehr Reisende, vor allem junge Menschen, möchten während ihrer Ferien Gutes tun oder aber einen Freiwilligeneinsatz in einem sozialen Projekt mit touristischem Erleben kombinieren. Oft fehlt schon im Vorfeld ein gleichberechtigter Austausch mit der gastgebenden Bevölkerung darüber, was wirklich gebraucht wird und wer wie lange für welchen Zweck kommen darf. Inzwischen  drehen sich die Themen in den Vorbereitungsseminaren um diese sensiblen Fragen. Nicht alle, die vorhatten, einen Freiwilligendienst anzutreten, reisen dann auch aus.

Marie aus Leipzig ist freie Autorin, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin. 2015 war sie Stipendiatin des ASA-Programmes, dem entwicklungspolitischen Netzwerk junger Menschen zwischen 21 und 30 Jahren, die Teilstipendien für Projekte im globalen Süden vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit bekommen. Während der verpflichtenden Vorbereitungsseminare kamen ihr Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Ganzen und sie beschloß, die letzte Konsequenz daraus zu ziehen...