Förderversprechen nicht eingelöst: Es fehlen Studien zum Begriff der sogenannten "Asozialität" im NS und seiner Nachwirkung in beiden deutschen Staaten

Es fehlen Studien zum Begriff der sogenannten "Asozialität" im NS und seiner Nachwirkung in beiden deutschen Staaten

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Gesetzesverschärfung gegen sogenannte "Gewohnheitsverbrecher" vom 24. Nov. 1933, Reichsgesetzblatt
Lizenz: 
Public Domain
Quelle: 
Wikipedia

Am 13. Februar 2020 hat der Bundestag, die im Rahmen der nationalsozialistischen Rassenideologie als "Asoziale" und "Berufsverbrecher" stigmatisierten als Opfergruppe anerkannt. Für die damals versprochene wissenschaftliche Aufarbeitung wurden aber keine Gelder eingestellt. Radio Dreyeckland sprach mit Katharina Lenski vom wissenschaftlichen Netzwerk "Stigma Asozialität". Lenski macht klar, dass es angesichts des jahrzehntelangens Schweigens über dieses Thema dringend einer tiefergehenden Aufarbeitung bedarf, insbesondere weil die im Nationalsozialismus verbreiteten Stigmatisierungen bis heute nachwirken.

Dem Thema widmet sich auch der am 11. Januar 2024 gegründete "Verband für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V." VEVON.

Der junge Verband sucht auch weiter nach Mitgliedern und insbesondere in Freiburg ist er bisher wenig vertreten. Wer mitmachen will, findet auf der oben verlinkten Webseite die Möglichkeit, eine Beitrittserklärung herunterzuladen.

jk