FSB steigert Freiburger Mieteninflation für 1000 Mietparteien- leider kein Aprilscherz (2015)

FSB steigert Freiburger Mieteninflation für 1000 Mietparteien- leider kein Aprilscherz (2015)

Mietbelastungsquote.jpg

Lizenz: 
Keine (all rights reserved)

(kmm) Pünktlich unter Ausnutzung der Mieterhöhungswelle will sich die größte Vermieterin Freiburgs wieder beliebt machen.
Als Gnadenakt verkauft sie die jährlich 5-%igen Mietsteigerungen in einem Rutsch (also für 3 Jahre=15%) zum 1.6.2015 für 711 geförderte wie sozialgebundene Wohnungen. Nonchalant  wie die Stinker in einem Süssriegel- Werbespot, lässt Ihr Alleingeschäftsführer gar die Mietübererhebung in den vergangenen drei Jahren bei 240 Wohnungen, die nach Satzungsmiete zu viel gezahlt haben, in den Durchschittserhöhungspreis bei den geförderten einrechnen - weil sie diese  sinken müssen (wo bleiben die Rückzahlungen?): Nur auf 26,35 €/monatlich mehr kämen so die 951 FSB Wohnungen. Das Repertoire der elenden Taschenpielertricks  des Alleingeschäftsführers ist also immer noch nicht am Ende.
Besonders krass die Erhöhungsrunde bei den ex-Städtischen FSI Wohnungen. Dort wo mit Übernahme durch die FSB  gerade nicht die versprochenen über 1,2 Millionen € Sanierungsmittel im Jahr eingesetzt werden, wird der durchschnittliche monatliche Geldbeutel der 168 Mietparteien gleich um 43,89 € geplündert.
Mit der üblichen kaltschnäzigen Unverfrorenheit des Alleingeschäftsführers reklamiert dieser mal wieder die dämpfende Wirkung seiner Mietwuchernden Politik Bis zu 21% lägen FSB Wohnungen unter dem Mietspiegelschnitt. Dies spiesst der wohnungspolitische  SPD Fraktionssprecher W. Krögner auf: "Wenn ins Feld geführt wird, dass die Durchschnittsmiete der FSB unter der Mietspiegelmiete läge, so vergleicht sie Äpfel mit Birnen. Die durchschnittliche Miete nach Mietspiegel setzt sich zusammen aus Mieten aller Preissegmente, also auch der gehobenen. Es ist bekannt, dass die FSB derartige Wohnungen nicht in ihrem Angebot führt und also selbstverständlich auf Grund des niedrigeren Qualitätsniveaus der Wohnungen auch eine niedrigere Durchschnittsmiete zu erwarten ist. Was ist der Durchschnitt? Eine Hand im Eiswasser- die andere Hand auf der Herdplatte. Im Durchschnitt ist die Temperatur doch ganz erträglich."
Seit der Kommunalwahl im letzten Jahr gibt es theoretisch eine strukturelle Gemeinderatsmehrheit gegen den Beschluss, alle FSB und FSIO Wohnungen immer an das Marktmieteniveau heranzuführen.
Selbst für lau Badende - wie bei der FDP - müsste doch im Zuge des Handlungsprogramm Wohnens klar sein , dass die aus den sozialen Bindungen fallenden Wohnungen der FSB/FSI nicht 15 % Erhöhungen, sondern generell zum Abschlag der Satzungsmiete (unter 25 % unter denm Marktniveau) mindestens aber mit einem 15 % Abschlag zu vermieten sind. Dann wäre zwar die permanente Bindung der Mieterlöse für das Wagniskapital für Eigentumswohnungsbau nicht mehr vorhanden. Zur warmmietenneutralen Instandsetzung wie zur Darstellung des Eigenkapitals für neue Sozialwohnungen, reichen die Mieten  der Bestandbewohnerinnen längst!
Merke: Defizitär ist nicht der soziale Wohnungsbau, sondern das kreative Potential des Alleingeschäftsführers bei Erfüllung des öffentlichen Auftrages guten und preiswerten Wohnraum für alle sicherzustellen und neuzubauen!