Frankreich: Indymedia Nantes befürchtet mögliche Sperrung

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Indymedia Nantes befürchtet mögliche Sperrung

In Frankreich befürchtet das Kollektiv "Indymedia Nantes", dass die Behörden in den kommenden Tagen möglicherweise den Zugang zu ihrer Webseite sperren.

Die Cyber-Kriminalitätsabteilung der französischen Polizei hat das Kollektiv per Mail aufgefordert, zwei Bekennerschreiben von der Website zu nehmen, bei denen es um Brandanschläge auf Polizeiautos beziehungsweise auf Polizeiwachen geht. Dieses Mal weigerte sich "Indymedia Nantes" jedoch, diese Inhalte von der Website zu nehmen.

In einem Artikel erklärt das Kollektiv, dass sich solche Aufforderungen der Polizei gegen "Indymedia Nantes" häufen, seitdem das Kollektiv einer solchen Aufforderung im September nachgekommen ist. Kurz nach der Schliessung vom deutschen Ableger "Indymedia Linksunten" hatte die französische Polizei damals zwei französische Ableger aufgefordert, ein Bekennerschreiben zurückzunehmen. "Indymedia Nantes" und "Indymedia Grenoble" waren dem widerwillig nachgekommen. Die 24 Stunden-Frist der Behörden sei zu knapp für eine Konsens-Entscheidung gewesen und man habe aus Angst vor einer Zugangssperre gehorcht.

Ende Oktober hat "Indymedia Nantes" aber bereits zwei weiteren Aufforderungen erhalten, Bekennerschreiben von der Website zu nehmen. Das Kollektiv habe sich entschlossen, solchen Aufforderungen durch einfachen E-Mails der Polizei nicht länger nachzukommen. Das Kollektiv erwartet deswegen eine mögliche Zugangssperre. Die Website bleibe jedoch weiterhin über den Tor-Browser zugänglich und das Kollektiv werde im Falle einer Zugangssperre eine neue allgemein zugängliche Website aufstellen.

(mc)