Alle Gemeinderatsfraktionen ohne FDP: Mietspiegel soll aus allen Mieten mit Ausnahme sozialgeförderten und MietReihenhäusern erfasst werden

Mietspiegel soll aus allen Mieten mit Ausnahme sozialgeförderten und MietReihenhäusern erfasst werden

Dass der Mietspiegel 2019 wie seine Vorgänger als purer Mieterhöhungsspiegel disqualifizierend wahr genommen wird, liegt daran, daß er - unter Ausschluß von sozialgeförderten Miet-Wohnungen und Miet-Eigenheimen -nur die Mieten erfassen soll, die in den letzten Jahren vor seiner Erstellung geändert -erhöht - wurden. Gerade die dämpfende Wirkung von langfristigen Bestandsmieten - insbesondere privater Vermieter deren Kredite abbezahlt sind - fällt so unter den Teppich.

Während die Berliner Groko sich allenfalls zu einer Verlängerung des Berechnungszeitraum bequemen will, verlangen jetzt in einem offenen Brief alle Fraktionen mit Ausnahme der zwei Stadträte der FDP, Fieck und Glück, daß der Befristungszeitraum in Gänze entfällt. So kämen alle Bestandsmieten, die irgendwann einmal geändert wurden, in die Berechnung.

Die FDP geriert sich dagegen wieder einmal als Cheflobbyist für Knappheitsspekulanten. Im Gemeinderat forderte sie stattdessen die Ersetzung des (dis-)qualifizierten Mietspiegels durch die Mieterhöhung durch drei Vergleichswohnungen aus dem Bestand des Vermieters - also nichts weniger als eine weitere Beschleunigung der Mietpreiserhöhung. (kmm)PDF icon181130_Offener Brief_GR_Freiburg_Mietspiegel.pdf