Nordsyrien/Rojava: "Nach dem IS ist nichts vorbei" - zur Situation in den Flüchtlingslagern und der Ausbürgerungsdebatte in Deutschland

"Nach dem IS ist nichts vorbei" - zur Situation in den Flüchtlingslagern und der Ausbürgerungsdebatte in Deutschland

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s.o.
s.o.
Quelle: 
medico international

Zehntausende fliehen vor den letzten Kämpfen gegen den IS im  syrischen Baghus in die Gebiete der nordsyrisch-kurdischen Selbstverwaltung.

Viele Fliehende sind ZivilistInnen, die unter der Herrschaft des IS zu Opfern geworden sind, gleichzeitig flüchten allerdings auch Angehörige von IS-Kämpfern ebenfalls ausgerechnet in die kurdisch geprägten Region, die der IS so lange bekämpft hat und suchen Zuflucht in den dortigen Flüchtlingslagern.

Ca 6000 Angehörige des IS sind im Flüchtlingslager Al Hol untergebracht, insgesamt mittlerweile 70 000 Menschen.

Unsere Interviewpartnerin Anita Starosa von Medico International fährt nächste Woche nach Rojava, auch in das dortige Flüchtlingslager Al Hol. Medico International begleitet das Projekt der demokratischen Selbstverwaltung in Nord-Syrien, Rojava, seit Beginn mit dem Aufbau eines kostenfreien Gesundheitssystems und aktuell auch mit Nothilfe für Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern.

Im Zuge ihrer Reisevorbereitungen ist Anita Starosa im Kontakt mit den dortigen Medico-Partnern/Partnerinnen. Zuerst fragten wir nach der aktuellen Situation vor Ort.